Immobilien Ankauf
Lektion

Übernahme:

  1. Energie ummelden 
  2. Haushaltsversicherung
  3. Haftpflichtversicherung 
  4. Ggf. Rechtsschutzversicherung 
  5. Ggf. Internet/TV Anmelden 
  6. Ggf. Ummelden
  7. Wohnung vermessen
  8. Schlüssel nachmachen
  9. Hausverwaltung kontaktieren (bzgl. Eigentümerwechsel und ggf. Sanierungen, etc.)

Zusatz Versicherungen:

Hausrat-/Haushaltsversicherung:

Die Hausrat-/Haushaltsversicherung ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, allerdings absolut empfehlenswert und als Mieter oft vom Vermieter vorgeschrieben. Sie deckt kosteneffektiv eine Reihe von potenziell existenzbedrohlichen Ereignissen ab, einschließlich persönlicher Haftung und Schäden am Eigentum. 

Im Rahmen einer Haushaltsversicherung ist der gesamte Inhalt einer Wohnung oder eines Hauses des Versicherungsnehmers abgesichert, das bedeutet, alle persönlichen Besitztümer innerhalb der eigenen vier Wände, ausgenommen Gebäudezubehör und Installationen wie Badezimmerinstallationen, Boiler, Fußböden, Decken und Türen.  

Vier grundlegende Risiken werden von dieser Versicherung abgedeckt: Feuer (einschließlich Blitzschlag, Flugzeugabsturz, Explosionen), Leitungswasser (Korrosion, Dichtungsschäden, Frostschäden, Rohrbrüche, Verstopfungen), Sturm (Hagel, Wind über 60km/h, Schneedruck, Erdrutsche) und Einbruchdiebstahl.

Ein weiterer versicherter Aspekt ist Glasbruch, der unabhängig von dessen Ursache gedeckt ist, wobei hauptsächlich Flachglas (wie in Türen, Tischplatten, Fenstern) berücksichtigt wird.

Außerdem beinhaltet eine Hausrat-/Haushaltsversicherung gewöhnlich eine Haftpflichtversicherung, die Personen-, Sach-, und Vermögensschäden an Dritten deckt. Dies umfasst den gesamten Bereich des privaten Lebens einschließlich Sport, Urlaub, Haustieren (ausgenommen Hunde und Pferde), und der Aufsichtspflicht von Kindern. Vor allem bei Personenschäden kann diese Versicherung existenzielle Risiken abdecken (wie z.B. Sportunfälle). 

Gebäudeversicherung:

Die Gebäudeversicherung deckt anders als die Hausrat-/Haushaltsversicherung Schäden am Gebäude selbst ab. Im Grunde sind die gleichen Risiken wie bei der Hausrat-/Haushaltsversicherung gedeckt, jedoch mit der Ausnahme von Einbruchdiebstahl.

Die Einbruchdiebstahlversicherung stellt die einzige Ausnahme dar, da sie in der Gebäudeversicherung fehlt. Wie auch in der Privathaftpflicht, trägt man als Hauseigentümer eine gewisse Verantwortung sowohl für das Gebäude selbst als auch für das darauf befindliche Grundstück. Zum Schutz gegen diese Haftungsrisiken bietet die Gebäudeversicherung eine Gebäude- und Grundstückshaftpflichtversicherung an. Beispielszenarien für Schäden könnten herabfallende Schneemassen sein oder Gehwege, die nicht ordnungsgemäß instand gehalten wurden.

Rechtsschutzversicherung:

Die Rechtsschutzversicherung deckt Anwalts-, Sachverständigen- und Gerichtskosten bei Rechtsstreitigkeiten. 
Es gibt prinzipiell vier Hauptmerkmale:

1. Höchstsumme der übernommenen Rechtskosten
2. Gedeckte Rechtsbereiche
3. Selbstbehalte/freie Anwaltswahl
4. Interessenskonflikt (Unabhängigkeit)

1. Höchstsumme der übernommenen Rechtskosten
Hiermit ist gedeckelt, was die Versicherung maximal leistet. – Gute Versicherungssummen bewegen sich über 250.000€ bis hin zu unbegrenzter Leistung. 

2. Gedeckte Rechtsbereiche
Die Versicherungsleistungen werden nur für die Rechtsgebiete gewährt, die in deinem Vertrag festgelegt sind. Typische Abdeckungen sind zum Beispiel:

  •  Schadenersatzrecht (Schmerzensgeld nach Skiunfall, Beschädigtes Rad nach Verkehrsunfall)
  • Strafrecht (Verteidigung bei unberechtigter Anklage, Begleitung zur Einvernehmung)
  • Vertragsrecht (Streitigkeiten bei Onlinebestellungen, Handwerkeraufträgen, Flugbuchungen)
  • Sozialversicherungsrecht (Zahlungsablehnung der GKK nach Krankenhausaufenthalt)
  • Arbeitsgerichtsrecht (Ablehnung von Urlaubsansprüchen, verwehrte Bezahlung von Überstunden, ungerechtfertigte Kündigung)
  • Verkehrsrecht (Streitigkeiten aus dem Besitz und der Lenkung meines eigenen PKW: Verkehrsstrafen, Reparaturen, Gewährleistung)
  • Lenkerrecht (Streitigkeiten aus der Lenkung fremder Fahrzeuge: Unfall mit dem Auto der Mutter)
  • Liegenschafts- und Mietrecht (Streit über Instandhaltung von Mietwohnungen, Kautionsstreitigkeiten bei Auszug)
  • Erb- und Familienrecht (Unterhaltszahlungen, Sorgerecht, Erbanfechtungen)

3. Selbstbehalt / freie Anwaltswahl
Es gibt grundsätzlich zwei Modelle von Rechtsschutzversicherungen. Bei der einen kannst du deinen Anwalt im Schadensfall selbst wählen. Die alternative und meist kostengünstigere Option erlaubt es dir, einen Anwalt aus einer Liste auszuwählen, die von der Versicherungsgesellschaft vorgeschlagen wird. Dieses Modell ist in der Regel günstiger, weil die Versicherungsgesellschaft vorab Preisvereinbarungen mit den Partneranwälten getroffen hat.

Bei den meisten Tarifen ist trotzdem eine freie Anwaltswahl möglich, wobei dann ein Selbstbehalt in der Höhe von 10-20% (vom Schadensfall) fällig wird.

4. Interessenskonflikt / Unabhängigkeit
Dieser Faktor bezieht sich auf die Garantie, dass deine Interessen unabhängig und frei von möglichen Interessenskonflikten seitens der Versicherung gewahrt werden. 

Beispiel: Ich habe meine Rechtsschutzversicherung bei Versicherung A. Bei einem Autounfall kommt es zum Streit über die Schuldfrage. Die Autoversicherung meines Gegners ist ebenfalls bei Versicherung A. Vor Gericht klagt sich also die Versicherung selbst.

Die Lösung hierbei ist einen unabhängigen Rechtsschutzversicherer zu nutzen. 

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